Tipps zur computergestützten Modellierung von Induktionserwärmungsprozessen – Teil 1

Tipps zur Computermodellierung von Induktionserwärmungsprozessen – Teil 1

Dr. Valery Rudnev, FASM – Inductoheat Inc., Madison Heights, Michigan

Computermodellierung ist längst nicht mehr nur ein nützliches Werkzeug, sondern mittlerweile unverzichtbar. Computersimulationen ermöglichen es, vorherzusagen, wie sich verschiedene Faktoren auf die thermischen Übergangs- und Endzustände eines erwärmten Werkstücks auswirken können und welche Maßnahmen erforderlich sind, um die am besten geeigneten Prozessrezepte zu ermitteln.

Bei der Entwicklung neuer Systeme trägt die Computermodellierung dazu bei, unangenehme Überraschungen zu minimieren und die Entwicklungszeit zu verkürzen. Die Abschätzung von Prozessparametern anhand von „Faustregeln“ mit einer einzigen Formel war zwischen 1960 und 1990 weit verbreitet. Diese Verfahren waren zwar einfach anzuwenden, doch bestand bei solchen übermäßig vereinfachten Methoden stets die Gefahr, dass fehlerhafte und unzureichende Ergebnisse erzielt wurden.