Auswirkungen der Induktionshärtung

Induktionshärten

Eine der häufigsten Anwendungen der Induktionswärmebehandlung ist das Härten von Stählen, Gusseisen und pulvermetallurgischen Werkstoffen. Neben anderen Werkstücken werden unter anderem Bauteile wie Nockenwellen, Kurbelwellen, Zahnräder, Getriebewellen, Kugelbolzen, Stifte, Arbeitsflächen von Werkzeugen und viele andere üblicherweise mittels elektromagnetischer Induktion gehärtet, wodurch sich eine attraktive Kombination technischer Eigenschaften ergibt.

Bei einem typischen Induktionshärtungsverfahren (IH) wird die Legierung auf den Austenitisierungsbereich erhitzt, dort (falls erforderlich) so lange gehalten, bis sich eine vollständig oder überwiegend austenitische Struktur gebildet hat, und anschließend schnell unter die kritische Ms-Temperatur abgekühlt bzw. abgeschreckt. Durch die schnelle Abkühlung wird die diffusionsabhängige Umwandlung von Austenit durch eine diffusionslose, scherbedingte Umwandlung ersetzt, wodurch ein wesentlich härterer Bestandteil entsteht, der als Martensit bezeichnet wird.